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„Wallensteins Lager“ ist die Einleitung für die beiden folgenden Teile und ist wesentlich kürzer als diese. Während sich die Haupthandlung unter den höheren Rängen der Truppe und Adeligen abspielt, spiegelt „Wallenstein Lager“ die Stimmung des einfachen Volkes, vor allem der Soldaten in dem Lager Wallensteins wieder.
Die Soldaten sind begeistert von ihrem Oberbefehlshaber, der es anscheinend geschafft hat, Söldner aus ganz verschiedenen Gegenden in seiner Armee zu vereinen. Sie loben, dass er ihnen außerhalb des Kampfes viele Freiheiten lasse und sich beim Kaiser für die Armee einsetze. Über den Kaiser wird von vielen eher abschätzig gesprochen. Außerdem loben die Soldaten den Krieg, der zwar den Zivilisten schade, ihnen aber ein besseres Leben bringe. Ein Bauer beklagt, dass die Truppen ihn ausnehmen würden, ein Mönch kritisiert das gottlose Leben der Soldaten. Diese erfahren zu dem Schluss des ersten Teils, dass der Kaiser einen Teil der Armee einem anderen Herren unterstellen wolle. Sie beschließen Max Piccolomini, einen Truppenführer, zu bitten sich bei Wallenstein dafür einzusetzen, dass der den Wunsch des Kaisers nicht folgen solle.
Detaillierte Inhaltsangabe===Die Piccolomini===
Mit dem zweiten Teil beginnt die Haupthandlung der Wallenstein-Trilogie. Die Perspektive wechselt von den einfachen Soldaten zu den Führern der Truppe des Fürsten Wallensteins, dem Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee. Sie versammeln sich in dem Lager bei Pilsen, wo sie auf weitere Befehle warten. Größtenteils sind sie begeisterte Anhänger des Fürsten und schätzen ihn sogar mehr als den eigentlich höher gestellten Kaiser. Wallenstein liegt mit dem Kaiser in dem Konflikt, da er wiederholt nicht dessen Befehlen gefolgt ist. Wohl um Wallenstein zu schwächen, bekommt dieser Befehl einen Teil seines riesigen Heeres abzutreten. Er will das nicht hinnehmen und überlegt offiziell das Kommando über die kaiserlichen Truppen aufzugeben. Insgeheim führt er Verhandlungen mit den Gegnern des Kaisers, den Schweden. Er überlegt sich mit den Schweden gegen seinen eigenen Kaiser zu verbünden. Dazu wird er auch von seinen engsten Vertrauten Terzky, seinem Schwager, und Illo gedrängt. Diese wollen ihn zu dem Bruch mit dem Kaisers bewegen. Dazu lassen sie alle Heeresführer ein Dokument unterschreiben, im Wallenstein Treue geschworen wird. Allerdings lassen Terzky und Illo die anderen im Glauben, dass im Dokument diese Treue zu Wallenstein eingeschränkt werde, durch die Verpflichtungen gegenüber ihrem Kaiser. In der zur Unterschrift vorgelegten Erklärung wird diese Einschränkung aber heimlich entfernt.
Was Wallenstein nicht weiß: Einer seiner Vertrauten, Octavio Piccolomini, der auch Wallensteins Pläne kennt, ist zusätzlich kaisertreu geblieben und spioniert für diesen. Er hat auch eine Vollmacht bekommen, Wallenstein offiziell als Oberbefehlshaber abzulösen. Diese Vollmacht will er aber erst nutzen, wenn Wallenstein sich öffentlich gegen den Kaiser richtet. Kaiserlichen Spähern gelingt es, einen Zwischenhändler Wallensteins auf dem Weg zu den Schweden abzufangen. Somit steht Wallensteins Überführung kurz bevor. Die Lage spitzt sich zu, da Octavios Sohn Max Piccolomini und Wallensteins Tochter Thekla sich ineinander verlieben. Max ist ein begeisterter Anhänger Wallensteins und wird von ihm sehr führsorglich behandelt. Er glaubt dem Vater nichts von Wallensteins Verschwörung. „Die Piccolomini“ endet mit Max´ Entschluss, Wallenstein direkt nach seinen Plänen zu befragen. Dadurch soll sich für ihn entscheiden ob er sich gegen seinen eigenen Vater stellen muss, oder gegen den von ihm verehrten Wallenstein.
Detaillierte Inhaltsangabe===Wallensteins Tod===
Im letzten Teil der Wallenstein-Triologie bricht der Konflikt aus, der in dem zweiten Teil vorbereitet wurde und führt zu einem tragischen Ende: Wallenstein erfährt, dass sein Unterhändler für die geheimen Verhandlungen mit den Schweden von kaisertreuen Soldaten abgefangen wurde. Also hat sein Kaiser nun womöglich Beweise dafür, dass Wallenstein überlegt hat, sich mit den offiziellen Feinden gegen seinen Kaiser zu verbinden um ihn zu stürzen. Nach einigen Zweifeln und durch starkes Zureden von Illo, Terzky, und insbesondere dessen Frau, der Gräfin Terzky entschließt sich Wallenstein offiziell ein Bündnis mit den Schweden gegen seinen Kaiser zu schließen.
Aber Octavio Piccolomini, geheimer Beauftragter des Kaisers, schafft es, fast alle wichtigen Führer aus Wallensteins Armee zur Abkehr von Wallenstein zu bewegen. Insbesondere beweist er Butler, dass Wallenstein heimlich dessen Karriere behindert hat. Der gekränkte Butler bleibt zu dem Schein bei Wallenstein um sich rächen zu können. Octavios Sohn Max Piccolomini ist zerrissen zwischen seiner Treue zu dem Kaiser und seiner Bewunderung für Wallenstein, sowie seiner Liebe zur dessen Tochter Thekla. Wallenstein verstößt ihn, da er der Sohn seines Verräters ist und flieht mit seinen letzten Getreuen nach Eger. Max Piccolomini stürzt sich selbstmörderisch in einen auswegslosen Kampf gegen Wallensteins Verbündete und stirbt. Als Thekla davon erfährt, bricht sie heimlich zu Max´ Grabstätte auf, um da bei ihrem Geliebten den Tod zu finden.
In der Nacht ermordet Butler Illo, Terzky und Wallenstein. Er begründet dies damit, dass sonst die Gefahr bestünde, dass Wallenstein den kaiserlichen Truppen entkommen und neue Macht sammeln könnte. Kurz nach der Tat kommt Octavio mit seinen Soldaten in Eger an. Alle sind entsetzt über den Mord am sagenumwobenen Feldherren Wallenstein. Die Gräfin Terzky beginnt Selbstmord. Als Octavio kurz darauf erfährt, dass er nun Wallensteins Nachfolger als Fürst werden soll, ist er eher erschreckt als erfreut.
Detaillierte Inhaltsangabe
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